Umgezogen!

Das Kommentarlog ist dauerhaft umgezogen, und zwar nach http://kommentare.posterous.com

stefan-niggemeier.de: Ein Sandkasten für Konstantin Neven DuMont

Endlich habe ich sie gefunden, die Weltzentrale der Premiumchecker, die sich hier im Meinungs-Windschatten von Stefan Niggemeier gegenseitig bestätigen, wie supraleitend cool sie im Vergleich zu praktisch allen anderen sind.

tagesspiegel.de: Die digitale Dekade? Eine Replik auf Sascha Lobo

Lieber Herr Assistenzprofessor Boes, bei aller gerechtfertigten Kritik, die an meinem Artikel geübt hätte werden können, vielleicht sogar müssen, ich habe die Substanz zugunsten der Launigkeit eventuell etwas vernachlässigt – hätten Sie meinen Text nicht wenigstens genau lesen können?

Der Aufhänger Ihres Textes, die Unterstellung, „er behauptet, das zu Ende gehende Jahrzehnt würde sich nicht wie alle vorherigen in das kollektive Gedächtnis einprägen“ – die ist schlicht nicht im meinem Text vorhanden.

Stattdessen habe ich geschrieben:
„Denn die ungefähre Basis der kollektiven Erinnerung bleibt zwar durch die massenmediale Nachrichtenlage bestimmt.“
und vor allem
„..das kollektive Gedächtnis der Zukunft: Es besteht nicht mehr nur aus den Inhalten der Massenmedien, sondern aus einem unentwirrbaren, für jeden einzigartigen Gemisch von medialen und privaten Publikationen“

Das Wörtchen „nur“ kann man natürlich leicht übersehen und damit die Ergänzung, die ich geltend mache, für eine Ersetzung halten. Darauf eine ganze Replik aufzubauen – aus der zwischenzeilig die Ablehnung meiner Person herausquillt – das halte ich doch für etwas, sagen wir, ungeschickt.

Es fügt sich aber ganz gut mit Ihrer wiederholten Verwechslung meiner Zukunftsprognose und der Beschreibung der letzten zehn Jahre zu einem Amalgam der empörten Oberflächlichkeit zusammen.

Eines muss ich Ihnen allerdings lassen. Mein Vorhaben, 2010 den schwülstigsten Artikel-Schluß der Welt zu schreiben, werde ich angesichts Ihrer als Gedicht getarnten Pathoshupe begraben müssen.

piratenstatistiken: Piratenpartei: Explosionsartiger Twitter-Erfolg

Stopp, halt, Stehball. Alles Quatsch, ich habe mich geirrt. Sorry für die Störung.

piratenstatistiken: Piratenpartei: Explosionsartiger Twitter-Erfolg

Zu diesem Thema habe ich, weil ich auch betroffen bin – angeregt auch durch diesen Blogartikel – ein wenig nachrecherchiert und eine Geschichte aufgeschrieben: http://j.mp/fakefollower

stefan-niggemeier.de: Flausch am Sonntag (11)

Noch nicht.

SpON-Forum: Übernehmen die Computer die Herrschaft?

Zunächst einmal dankeschön für die vielen freundlichen Kommentare, zum Teil ja auch hier im Forum. Auf eine direkte Nachfrage möchte ich gern eingehen:

1. Bereits im ersten Satz 4 mal „ich“ in unterschiedlichen Varianten – das spricht für sich. Und der Satz ist gräßlich formuliert.

Bitte richten Sie Ihre Kritik, die ich übrigens nicht teile, direkt an Herrn Schirrmacher. Ihnen ist vielleicht entgangen, dass ich als Stilmittel den gleichen Anfangssatz gewählt habe wie er.

2. Blogger – was bedeutet das? Schreibt man bei anderen Autoren „Briefschreiber“? Blogger ist doch nur ein Modernismus, ein nichts sagendes Wort, mit dem sich Nerds schmücken bzw. von anderen Nerds geschmückt werden. In diesem Fall soll darüber hinaus eine besondere Kompetenz suggeriert werden. Unseriös!

Hm, ich bemerke eine gewisse Ablehnung in Ihrem Kommentar, weil ich ein vortreffliches, geradezu sagenhaftes, ich möchte fast sagen: legendäres Gespür für die feinstofflichen, zwischenzeiligen Inhalte eines Textes habe. Es ist mir in meiner gar nicht so langen, aber doch intensiven Laufbahn als Blogger (seit 2005) noch nie passiert, dass jemand das Wort „Blogger“ als kompetenzsuggerierend empfunden hat. Dass Sie schreiben „nur ein Modernismus“, also gerade das „nur“, das drückt Ihre Haltung zum Neuen ganz gut aus. Bleibt für mich nur die Anmerkung, dass mich Seriösität nie wirklich interessiert hat, weil es sich dabei um eine Anscheinsempfindung handelt, die nach meiner Erfahrung häufiger als irgendetwas anderes von Substanzlosigkeit, Unfug, Dummheit und Gefahr abgelenkt hat.

boehmermann.de: Comedyagenda 2010: Sascha Lobo

“Haben” wir nicht schon mal “was” gemacht, das dann “irgendwie” in die “Hose” gegangen ist?

bov.antville.org: „… dass man eben Twitter ‚verteidigen‘ müsste, obwohl das das Letzte ist, worauf man Lust hat“

Das lustigste an diesem Protext-Getöse ist, dass die Website so grauenhaft royalschlecht mit Sternchen vollgeschrieben ist mit Profitext. Über den Konkrettext habe ich keine Meinung, aber ich komme drin vor, das ist toll.

Andrian Kreye: Ironie und Haltung

Ich habe gestern versucht, hier einen Kommentar zu hinterlassen. Die Software wollt mich nicht. Symptomatisch?

Also.
Wo ist bei mir die Tirade? Wo?
Haben Sie den Text bis zu Ende gelesen, den ich geschrieben habe?

Dass ich zunächst unsicher war, ob der Text wirklich eine Satire ist, liegt an dreieinhalb bis vier verschiedenen, aber zusammenhängenden Ursachen.

1) Kurt Kister war mir kein Begriff.
2) Im Netz steht er kontextlos auf einer Seite wie andere Nachrichten auch.
3) Sowohl im Ton wie auch von Ansatz her steht der Artikel (leider!) alles andere als allein – will sagen, es gibt genügend nichtsatirisch gemeinte Beiträge, die sich ähnlich lesen.
4) Ich bin zunächst auf meine eigene vorschnelle Ekelfaszination hereingefallen, der Text ist zweifellos widerwärtig. Ein klarer Fehler von mir. Zur Erklärung möchte ich meine heftige Guttenberg-Allergie anführen, die ich vor einigen Tagen dokumentiert habe (natürlich auf Twitter):

http://twitter.com/saschalobo/status/5652189064

Den Text bei mir im Blog habe ich allerdings bereits im Bewusstsein geschrieben, dass es sich (fast) sicher um eine Satire handelt und ein halbe Stunde später mit einem Link auf einen anderen Kister-Artikel das „fast“ gestrichen – wo also ist das Problem?

Kommt nicht deutlich genug heraus, dass der Text ein Kompliment an Kister ist, wenn man meinen Beitrag bis zu Ende liest? Oder stürzt man sich genaus so vorschnell auf meinen Text ich auf den von Kurt Kister (ohne die beiden vergleichen zu wollen)?

Bedenklich finde ich nebenbei bemerkt, dass in Andrian Kreyes Beitrag durchscheint, ich den Beitrag hätte löschen sollen.

Zum Großkomplex digitale Kommunikation und das dazugehörige Fehlen von Gestik, Mimik, Körpersprache, Kontext und allem nonverbalen Kommunikationsinstrumentarium (durchaus ein Problem des Internet) könnte man in der Tat sehr viel sagen. Hab‘ ich natürlich auch (im Tagesspiegel):
http://is.gd/4WeeY

Angetrieben von WordPress mit dem Hiperminimalist Theme von Borja Fernandez.
Auch im Angebot: Kommentar und Kommentar-Kommentar RSS-Abos. Hoffentlich valides XHTML und CSS.