Zeitschriftenblog.de: “Tempo”, die alte Windmaschine

Ich möchte geisseln, dass Stefan auf meinen völlig okayen, effektheischenden Artikel einen verhältnismässig guten Artikel gesetzt hat, was meinen kontrastiv entwertet. Hätte nicht Sebastian was schreiben können stattdessen?

mediumflow.de: Das Ziel ist das Ziel.

Hurra, mein erster Kommentar bei einem Unberührbaren, einem Kommentparia gewissermassen, mediumflow, ein hartnäckiger Fall, man kann nicht einmal die einzelnen Postings per Link ansteuern. Oder kann sowas jemand scripten, das müsste browserseitig doch zu machen sein, dass man per URI-Eingabe die zumindest bei Firefox über die Suche direkt ansteuerbaren Worte in den Mittelpunkt des Bildschirms holt. Vielleicht gibt es das ja schon, man übersieht so viel von teilweise riesenhafter Grössen, wenn ich Menschen das verdeutlichen möchte, frage ich immer, welcher Suchbegriff im Jahr 2003 der meistegesuchte in Deutschland war laut Google Zeitgeist. Es war yu-gi-oh. “Yugiwas?” fragen die meisten erschüttert zurück, es handelt sich um ein japanoide Fantasywelt, bestehend aus Spielkarten, Fernsehserien, Computerspielen, Zeitschriften und Kindern, bzw. beschäftigen sich eben hauptsächlich Kinder damit und so entgeht einem so etwas ungeheuer Grosses wie der meistgesuchte Begriff in Deutschland. Das nur, falls man jemanden trifft, mal wieder, der fragt “Blogs? Was ist denn das?”.

Aber zurück zu “das Ziel ist das Ziel” bei mediumflow, Mittelstrahl, wie ich Prof. Dr. Holger Schultzes komische Kommentarlos-Kemmenate gerne nenne; dieser Spruch erinnert mich an den einzigen halbwegs lustigen Autoaufkleber, den ich je sah, bezeichnenderweise nicht auf einem Auto, sondern in meinem Flur, dort aufgebracht durch meinen damaligen Mitbewohner Cedric, und auf ihm stand: “Wer verliert, hat verloren.” Zwischen Wahrheit, Platitüde, Lapidaresse, Pauschalisierung, Realitätsbenennung und Präzision taumelt der Mensch hin und her und irgendwann kann er nicht mehr anders, als sich zu betrinken. Um zu vergessen, dass er trinkt, um zu vergessen, um mal Antoine, St.-E. zu zitieren, den ich ungegooglet kaum in der Lage bin, an einem Samstag Morgen richtig zu schreiben, aber das ist ja auch nicht das Ziel. Das ist ja nicht mal der Weg, denn der Weg ist der Weg, um mediumflow mal mit den eigenen Waffeln auszukontern.

Zeitschriftenblog.de: Wie es sein könnte

Irgendwie ist es seltsam, dass ich unter einen von mir geschrieben Text auf dem Zeitschriftenblog über Web 2.0, bzw. ein Web 2.0-Heft von Heises iX erst einen Kommentar schreiben muss, um in meinem eigenen Klog darauf hinzuweisen. Aber Regeln sind Regeln und regeln.

stefan-niggemeier.de/blog: zensiert

[auch gelöscht. echt, lobo, das ist nicht mehr witzig, du bringst mich hier in teufels küche, bitte lass wenigstens die minderjährigen tiere weg]

stefan-niggemeier.de/blog: zensiert

Mal was ganz anderes: Warum ist eigentlich die Domain http://www.studivotze.de noch frei? Ich habe das Gefühl, dass Domaingrabber nicht mehr so alert sind wie früher.

wirres.net: sascha lobos kommentare kommentieren


Dieser Kommentar ist ein Kommentar zu ix’ Kommentar zu meinem Kommentarlog. Blogs sind over, Klogs sind das neue Ding. Behaupte ich jetzt mal, was anderes als Behauptungen, taumelnd zwischen haltlos und haltvoll, wird hier sowieso nicht passieren. Wahrscheinlich.

stefan-niggemeier.de/blog: Dr. Frank Huber, Internetunternehmer


An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, mich selbst zu beschimpfen. Ich bin eine exzeptionell dämliche Wurst. Ich habe von kaum etwas Ahnung, tue aber so, als wäre ich Gott auf Rädern. Mein Geltungsbedürfnis übersteigt das von Kim Il Jong. Sollte ich mich je umbringen wollen, so würde ich auf mein Ego klettern und herunterspringen. Mein Wissen zu Internet und Blogs ist ein zusammengegoogelter, löchriger, substanzloser Flickenteppich, den ich mit meiner eigenen Kurzsicht, Dummheit und sondermülldeponiepflichtiger Selbstüberschätzung solide ausgebaut zu haben glaube. Soweit die Tatsachen.

Nun die Erklärungen. Ich bin deshalb so ein unsympathischer Zeitgenosse, weil mein tatsächliches Selbstwertgefühl gegen Null strebt - und zwar von unten - ich aber um jeden Preis ernst genommen werden möchte. Ich möchte Beachtung und Weltgeltung und dabei sind mir alle anderen und ihre Bedürfnisse und Wünsche vollkommen egal.

Natürlich mag mich niemand, trotzdem teilen sich die Menschen bei diesem Thema in zwei Gruppen: diejenigen, die mir auf die eine oder andere Art sagen, dass ich Scheisse bin und diejenigen, die das nicht tun, weil sie sich a) nicht dafür interessieren, b) überhaupt keine Lust haben mit mir zu kommunizieren oder c) mit mir verwandt sind.

Ich komme nun zum Schluss: Armseliger als ich ist wohl nur noch der defekte Nylonteddy (lila, grünlich), der im hiesigen Supermarkt vom vorletzten Ausverkauf (Sommer ‚03) übrigblieb, weil ein Knopfauge abgefallen ist, das Bein ist inzwischen ab und jetzt wird er von den schwarzarbeitenden Regalauffüllern in der Kaffeepause hinter der Müllpresse dazu benutzt, den Siff der gefälschten Mitropa-Espresso-Maschine aufzuwischen. Ich bin ein Nichts. Es sollte mir leid tun. Alles.

ras.antville.org: irgendwann, wenn ich groß bin..

“Die Würde der Provinz”, dazu auch noch Bold, wenn ich das schon lese, dann weiss ich genau, weshalb ich mich vor der Provinz immer gehütet habe und stattdessen zwischen Möchtegernmetropolen und Wannabeweltstädten hin- und hergehoppt bin.

stefan-niggemeier.de: Wiederholungstäter II

Hintergründe statt Zahlen! Verleger zu Pflugscharen! Doktortitel für alle!

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