biografiengeschichte: Wir nennen es Arbeit: Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung

Oho, nach all’ den Jahren noch eine detaillierte Kritik. Danke dafür. Dann aber kleinere Erklärungen nachgereicht:

> “…was der Autor mit “digitaler Boheme” genau meint.”

Mit digitaler Bohème meinen wir Menschen, die mit Hilfe der digitalen Produktions- und Kommunikationsmittel selbständig in einem Bereich arbeiten, den sie sich selbst ausgesucht haben – und damit zumindest ein wenig Geld verdienen. Das steht allerdings auch fast wörtlich im Buch.

> “Dabei werden Freiberufler in dem Buch auch ausdrücklich erwähnt, sind jedoch wohl eher nicht die digitale Boheme, soweit ich das verstanden habe (weil sie zu kapitalistisch sind?).”

Doch, Freiberufler sind ausdrücklich gemeint – und gegen den Kapitalismus richten wir uns definitiv nicht. Ich jedenfalls nicht, wenn er in Form der sozialen Marktwirtschaft auftritt, die ich gut und richtig finde, wenn auch noch viel Arbeit vor allem am Sozialen ansteht.

> “interessante Milieuskizze – leider ohne jegliche Weiterverwendbarkeit…”

Ich möchte ein bisschen widersprechen (aber nur ein bisschen). Wir wollten keinen Ratgeber schreiben, sondern den Menschen, denen wir den Begriff “digitale Bohème” einfach übergestülpt haben ohne sie zu fragen, eine Definitionsbasis und ein Selbstbewusstsein geben. Weiterverwendbarkeit besteht also eher in der Kommunikation nach aussen und im Bewusstsein, dass wir viele sind.

> “ist vor allem der im Buch nahezu omnipräsente Hass auf die Festanstellung zentrale Motivation des Buches”

Na na na, nur, weil wir die Festanstellung in einem Kapitel hart angehen, wird noch kein Hass draus. Es gibt zweifelsfrei Branchen, in denen sie notwendig ist und ebenso Menschen, die für die Selbständigkeit aus hundert Gründen nicht geschaffen sind. Das ist okay. Wir wollen im Buch nur die Geringschätzung der freien Berufe kontern.

> “Potentielle Gegenargumente nehmen sie auf und beantworten sie – dies leider häufig nur sehr oberflächlich und plakativ.”

Gotcha. Diese Kritik muss ich wohl zähneknirschend als einigermaßen zutreffend annehmen. Das hängt auch damit zusammen, dass wir etwas zu defensiv argumentieren, finde ich im nachhinein – sonst hätte man die Gegenargumente detaillierter (und damit aggressiver) beantworten können.

> “Nur weckt der Begriff der digitalen Boheme, so wie er als Subtitel gebraucht wird, falsche Erwartungen.”

Nein, finde ich nicht. Wir definieren ihn am Anfang auf eine Weise, wie viele Menschen ihn auch nur schon durch den Titel interpretiert haben. Schliesslich war die Bohème immer schon als selbstbeauftragte Arbeitsgruppe unterwegs – nur eben in Bereichen, in denen man kaum Geld verdiente. Siehe dort auch die Definition von Honoré de Balzac auf Seite 30 (im Hardcover, 5. Auflage). Bohème war nie nur Kunst.

> “Nach einem spannenden Anfang wurde es dann doch zäh für mich. Die Autoren müssen wohl ihre Belesenheit unter Beweis stellen, auch wenn diese zum überwiegenden Teil aus Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln besteht.”

Hihi, Holm…

> “Aber Alles in Allem ein Lektüre, die sich lohnt.”

Dankeschön. Gegenkompliment: eine sehr detaillierte und durchdachte Kritik, auch wenn ich wie zu lesen nicht alle Punkte teile.

(Sascha Lobo)
http://kommenta.rlog.de

Riesenmaschine.de: Deutschland, Deine Kerne

Völlig vergessen: Das Imkern. In ihrer Bienenverehrung ist Imkern im Kern übrigens zuzustimmen.

popkulturjunkie.de: die deutschen twittercharts (nr. 9 / dezember 2008).

Ich sage es nur ungern – aber hast Du Dich ggf. selbst vergessen? Oder warst Du knapp auf Platz 51 zum Erstellungszeitpunkt der Liste?

NutriCulinary: “Was gabs denn zu essen, Herr Lobo?”

Die Frage lässt sich nicht einfach beantworten, was es dort zu essen gab – in erster Linie steht mir da mein inzwischen grauenhaftes Gedächtnis im Weg. Ist ja schon sechs Wochen her. Ich kann aber gern erklären, dass ich dort hingekommen bin, weil ich für die Ganske Verlagsgruppe, in der auch der Feinschmecker erscheint, eine Kochcommunity zusammen mit dem Gräfe und Unzer Verlag konzeptioniert habe ( http://kuechengoetter.de ). Ich erinnere mich an eine Vielzahl einzelner Gänge, darunter eine Suppe, die sich geschmacklich interessant verhalten hat. Während sie zunächst wohlschmeckend, aber normalsuppig daherkam, entwickelte sie sich nach kurzem Aufenthalt im Mund in eine überraschende Richtung – das lag an wacholderbeerartigen Knubbeln in der Suppe, die ihr Aroma nicht sofort, sondern erst beim Vermengen im Mund freigegaben. Und ein Gang bestand aus einer Wildkomposition, wo auf irgendeine mir unbekannte Weise der Lebergeschmack ohne Leber hineingebraten worden war. Weil ich Leber sehr gern mag, habe ich mir vorgenommen, irgendwann mal herauszufinden, wie das geht.

hermsfarm.de: Kaufgrund

Soso, Florandale auf der Followerparty. Was man so erfährt nach all’ den Jahren. Aber den Euro, den ich mit jedem verkauften Buch verdiene, gebe ich Dir gern zurück für die freundliche Unterdrückung des Späterkaufimpulses.

01blog.de: Webciety Area – der digitale Messestand

Was die Technik angeht, wird es verschiedene Ausführungen geben und auch Varianten in der Darstellung. Eine ist natürlich die Projektion (die man in der Visualisierung sieht), eine andere sieht vor, das Logo auszudrucken und auf die Leuchtflächen aufzukleben.

Die Visualisierung ist auch etwas dichter gesetzt als es dann vor Ort sein wird, ein “Irrgartengefühl” wird für normalklaustrophobisch Veranlagte eher nicht entstehen ;)

Das Wort Einheitsstand trifft nicht so ganz, weil es den Fokus auf die analoge Möblierung setzt – das Interessante sind für mich die Inhalte, und die werden heute eben digital vermittelt.

Die Idee, einen Stand, sorry, eine Homebase, digital zu bespielen, ist natürlich nicht brandneu, aber ich glaube tatsächlich, dass sich in diese Richtung endlich mehr bewegen muss. Also alles ins Digitale zu ziehen, was nicht niet- und nagelfest ist (ausser Wahlen).

01blog.de: Webciety Area – der digitale Messestand

@cashblog Das ist natürlich jedem Unternehmen selbst überlassen, was es an sein Publikum gibt, aber ich traue mich mal zu mutmassen, dass man mit Papierbroschüren nicht so irre fortschrittlich aussieht..
Ansonsten gute Idee, ich schaue mal, ob wir ein allgemeines USB Stick Sponsoring hinbekommen ;)

bov.antville.org: Twitter popitter

Die Dauer ist einer langwierigen Angelegenheit geschuldet – Verzeihung. Letzten Freitag habe ich ausnahmsweise nicht prokrastiniert, sondern war in Köln, überraschend. Also für mich überraschend, denn ich habe meinen Kalender nicht so recht im Griff.

bov.antville.org: Twitter popitter

Hey, da steht ja mein Name! Ich vorhersehbares Alertwrack.

scoyo.de: Meine Antwort auf Sascha Lobo

Gut!

Angetrieben von WordPress mit dem Hiperminimalist Theme von Borja Fernandez.
Auch im Angebot: Kommentar und Kommentar-Kommentar RSS-Abos. Hoffentlich valides XHTML und CSS.