ras.antville.org: [Hintergrundfarbe ist jetzt schwarz]

Schwarz. Es kann Dein Ernst nicht sein. Du wirst es zurücknehmen, spätestens am 3. Januar, wie damals das Mintdebakel©. Zu gegebener Zeit werde ich mich darüber äussern, und Du kannst von Glück sprechen, wenn es dann nur abfällig sein wird. Vermutlich wird es zernichtend.

ras.antville.org: der influenz 2006

Influenza ist und bleibt doch auch 2006 ein durch und durch bourgeoises Ding; ein Zeitvertreib für diejenigen, die Lebensstil sagen und Lifestyle meinen. An anderen Ufern des grossen Sees Gesellschaft ist man längst weiter, ich selbst habe schon im Frühjahr die Bronchitis wiederentdeckt, krächzend im Klang und bernstein-bröckig im Abgang. Ganz zu schweigen vom unterschätzten Klassiker Otitis Media, der just im Dezember eine seiner zahlreichen Renaissancen gefeiert hat; wie so oft vermag er es allein, Stechschmerz neu zu interpretieren vom Hals mit Zwischenhalt im Kinn und nicht vor der Stirne sich fürchtend.

Nicht mehr brandneu, aber noch ausbaufähgi erscheint mir aber der grosse Langzeit-Trend der 00ler Jahre: Verschleppen wird gesellschaftsfähig. Wo noch vor zehn Jahren nach drei Tagen Ruhe alles wieder im Lot war, lässt man sich inzwischen Zeit und folgt dem alten Reim von Wilhelm Busch:

Ich zeig‘ der Höhle stur die Stirn
der Hirnschmerz kann mich nicht verwirrn
man lässt der Krankheit keck ihr Spiel
und währenddessen säuft man viel

bin für Gesundheit halt kein Fighter
und so fliesst heiter weiter Eiter

kurpfalznotizen: Klopfzeichen aus der Provinz

Nun bin ich in eine von mir selbst gerne aufgestellte Falle getappt, nämlich der doppelten Metaironisierung. Ich habe vollkommen den Überblick verloren, ob der Text da oben die diffuse Personenblase um Riesenmaschine/ZIA lobt oder kritisiert. Ich vermute Kritik, lustigerweise der zum Anlass genommene Text von Roland Krause keine Kritik, sondern tatsächliches Lob; es ist ein Drama, dieses uneigentliche, durchironisierte Sprechen, das einem ermöglicht, zu allem etwas zu sagen, ohne eine echte Stellung zu beziehen. Auf der anderen Seite ist es natürlich ein sehr lustiges Drama, deshalb mache ich es auch selbst und zur Bachmannfrage werde ich mich ganz uneigentlich nicht äussern in ohrenbetäubender Lautstärke.

stefan-niggemeier.de: Eine Gedenkminute für Sat.1

Zunächst möchte ich allen Personen ein frohes Weihnachtsfest wünschen, besonders Stefan und Jochen und ix.

Dann muss ich aber auch sagen: ich habe mal bei SAT.1 gearbeitet, damals noch unter Fred Kogel, der übrigens einer der nettesten Führungskräfte ist, die ich je erlebt habe; ich war dort Infoparia, ich habe jeden morgen den Pressespiegel von SAT.1 gemacht zwischen sechs und zehn Uhr, und er hat mich, wenn wir sonntags die einzigen im frisch bezogenen Gebäude in der Jägerstrasse waren, begrüsst wie, Moment, Vergleich suchen, hm, Metapher überlegen, hm, hm – nun, begrüsst wie jemanden, den man sehr herzlich begrüsst.

Aber das führt ja nun weg von der besprochenen SAT.1-Problematik, es ist so, dass ein Freund von mir, den ich intellektuell und menschlich sehr schätze, bei einem der Magazine arbeitet, ich glaube, dem Mittagsmagazin. Und er weiss, dass er nichts tut, was die Menschheit weiterbringt, sondern vielleicht sogar im Gegenteil, aber man muss manchmal eben auch versöhnlich sein können mit denjenigen, die nicht das Glück haben, das arbeiten zu können, worauf sie Lust haben. Huch, jetzt habe ich mich aus Versehen total verwirnennenesarbeitet, eigentlich wollte ich weihnachtstrunken auch den Menschen einen Gruss zusprechen, die das Jahr über Quatsch, ja sogar Scheiss machen, Versöhnlichkeit ist das neue Ding, aber nur im richtigen Mass. Auch Feindschaften wollen schliesslich gepflegt sein. Letzlich bin ich vermutlich nur beleidigt, dass ich keine SAT.1-Tasse bekommen habe, dabei habe ich nicht einen problematischen Artikel über den Verein geschrieben.

stefan-niggemeier.de: Bohlens Psyche und „Spiegel Online“ 3

Also hoffe ich jedenfalls stark. SpOn ist immerhin ein ernstzunehmendes Boulevard-Magazin.

stefan-niggemeier.de: Bohlens Psyche und „Spiegel Online“ 2

Wer den Satz „SpOn ist das einzige Online-Medium, das man ernst nehmen darf“ unironisch über die Lippen seiner Tastatur bringt, müsste seinen Intelligenzquotienten verdoppeln, um als schwachsinnig gelten zu können. Oder kennt das Internet so gut wie ich die Kanalisation von Honolulu. Auch von Spiegel Online selbst sagt das keiner, niemand, nirgends, niemals.

stefan-niggemeier.de: Bohlens Psyche und „Spiegel Online“

Unabhängig von dieser verhältnismässig jämmerlichen Personalie weiss ich gar nicht, was diese ständige Spiegel-Online-Jammerei soll. Ich halte SpOn für ein vollkommen okayes Boulevard-Magazin. Eines der besten Boulevard-Magazine überhaupt, soweit ich das beurteilen kann, da kommen weder Stern noch Focus ran (online). Dann wollte ich noch fragen – Ressortleitung Vermischtes, ist das eine andere Bezeichnung für Chefredaktion dort?

ras.antville.org: rotwein „hakenkreuz“ in der faz rezensieren

Ich habe gerade eine sehr gute Idee für die nächste Tempo-Ausgabe. Ich verrate sie in zehn Jahren.

stefan-niggemeier.de: Cliffhanger bei Sat.1

Fernsehen? War das nicht dieser misslungene Versuch, Internet ohne „Inter“ und „net“ herzustellen, damals, als es nur 30 Domains gab?

ras.antville.org: „troll, den man kennt“

Jürgen, seit Du mir von Deiner multiplen Persönlichkeitsstörung erzählt hast, verlieren Formulierungen wie „in grösserer Runde“ irgendwie an Durchschlagkraft und auch Dein „wir“ rockt nur noch so mittel.

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