stefan-niggemeier.de: alleshateinendenurdiewursthat2.de

Oh, Gott2, kann bitte schnell jemand nachsehen, ob der K2 noch steht?

(mit Camino 1.0.5 tut er es, Zongo 0.9.7.2 lasse ich gerade über Korea checken, die abgelaufene Demo vom Explorer 4.1 zeigt eine Fehlermeldung)

Ausserdem brauch ich eine Namensanregung für eine Domain, und zwar ein Zweitportal für siamesische Zwillinge (second Version). Jemand eine Idee?

stefan-niggemeier.de: Neue Wörter (1)

Ich möchte lösen: es war im Jahr 0807 und findet sich heute in der gespiegelten Version des Odol-Logos, die von einigen Texanern benutzt wird.

ras.antville.org: brühpolnische

Ihren Singular nehme ich als Kompliment.

ras.antville.org: brühpolnische

Merkst Du eigentlich, dass hier seit Wochen kaum eine Sau kommentiert? Soll ich Dir sagen, woran das liegt?

Dein Impedanzlevel, der gefühlte Widerstand, die tatsächliche Unempfindlichkeit gegenüber der Umwelt ist auf einem All-Time-High and rising. Aus jeder Blogpore quillt die Zufriedenheit mit allem, besonders Dir selbst. Sogar, wenn Du herumschimpfst, ist es mehr ein Reflex, Dich stört einfach nichts wirklich und das merken auch die Leser und gehen unbeteiligt vorbei; der Unterschied ist wie zwischen Verkehrsunfall und Werbeplakat mit einem Verkehrsunfall.

Kackte man Dir in den Vorgarten, Du dächtest „Dünger!“; spuckte man Dir ins Gesicht, das Rotzgeräusch riefe in Dir die Bubenträume und Jugenderlebnisse wach, Kirschkernweitspucken mit Jana im Obstgarten. Du wäscht Dich erst, wenn Du es selbst riechst. Du bestellst einen samtigen Pinot Noir für 19 Euro das Glas und lässt ihn stehen, weil ein chronoverirrter Marienkäfer interessanter geworden ist – für fünf Minuten.

Ich habe beschissene Nachrichten für Dich: Du bist jetzt offiziell erwachsen.

sixtus.net: Award-Alarm (2)

Ja, ich komme auch dahin und werde vor Ort networken, wie noch nie genetworkt worden ist. Mit für Unbeteiligte ekelerregender Intensität werde ich dort insgesamt über drei Tonnen Honig um in toto mehr als 240 Bärte (inkl. Damenbärte) schmieren; noch fünf nachfolgende Generationen werden auf dem von mir dort verbreiteten PR- und Werbe-Schleim ausrutschen.

Der Tag wird sich der bundesdeutschen, ach was, der deutschsprachigen Werbe-, PR- und Medienwelt ins Gedächtnis brennen als Benchmarkday (B-Day) der „Feuchten Akquise“. Wenn man dort blind zu einem zufälligen Zeitpunkt in die Luft greift, wird die Chance, eine Visitenkarte von mir in die Hand zu bekommen, bei über 50% liegen.

Mein Ziel ist, dass fortan Sektenkommunikation als zartbesaitet und zurückhaltend gilt und dass der Begriff „Ein-Mann-Drückerkolonne“ ein neues Gesicht erhält. Meins.

stefan-niggemeier.de: Natural Born Marktführer

Wenn das der Marktführer wüsste!

spreeblick.com: Sascha Lobo war im Fernsehen und ich habe ihn gesehen

Ich bin praktisch nicht zu beleidigen. Jedenfalls nicht von Leuten, die noch nicht mit mir geschlafen haben. Wir können hier aber gerne einen Wettbewerb im Sascha-Lobo-beleidigen abhalten. Einzige Bedingung: korrekte Rechtschreibung.

Das wollte ich aber gar nicht schreiben, sondern was anderes, nämlich kritische Gedanken zu meiner Rolle in dieser Show. Wenn man wie ich in zwei Talkshows aufgetreten ist und eine Bunte-Homestory abgelehnt hat, weil die eigene Wohnung popelig ist und stinkt, dann darf man sich mit Fug und Recht „temporäre D- bis F-Prominenz“ nennen. Das ist natürlich vor allem deshalb super, weil man dann eine Art mediale Grundrente in Form von zukünftigen Dschungelcamp-Angeboten bekommen wird; vielleicht moderiert Dirk Bach auch irgendwann eine Tanzshow für Dicke. Das ist präzises Frisurenmarketing, ich muss mich an dieser Stelle selbst loben.

In der Talkshow war ich als bunter Fleck eingeladen, drei, vier Äusserungen von mir hat man herausgeschnitten, zum Beispiel, als ich sagte, dass die Erbschaftssteuer massiv angehoben werden sollte, die ist in Deutschland nämlich im internationalen Vergleich extrem niedrig. Man bräuchte also eine Art Erneuerung des Generationenvertrages, der das riesige, riesige, riesenriesige Erbe auf mehr Köpfe verteilt als nur auf die verwandten. Rausgeschnitten wurden übrigens auch Norbert Blüms mehrfache Tiraden und Aufrufe über die Bildzeitung. Warum auch immer.

Die drei Politiker der Runde haben unendliche Talkshow- und Medienerfahrung, und das merkt man vor allem an, Überraschung: ihrer Impertinenz und Lautstärke. Abgesehen davon, dass die Tontechniker die einzelnen Mikros sehr schnell und präzise steuern können, so dass im TV ein Zwischenruf nur zu hören ist, wenn sie das wollen, gilt in der direkten, medialen Konfrontation mit Politikern die 4L-Regel: Lauter lamentieren, länger labern. Dann wird man mehr beachtet, schreit so lange, bis alle anderen ruhig sind und kann dann seine Kernaussage bringen: „Ich hatte/habe/werde recht haben“ in allen Forben und Farmen, unterstützt durch Daten, Zahlen, die niemand spontan verfizieren kann.

Wenn man wilde Gesten macht und sich hin- und herbewegt, richten sich die Kameras auf einen, die Bildregie findet das super und die Tontechniker richten sich danach. Man kann also ruhig Quatsch erzählen, wenn man das laut macht und mit den Armen wedelt.

Vor der Kamera sind Metzger und Blüm halb explodiert, Blüm hat Maschmeyer der „Hochstapelei“ bezichtigt, Metzger hat Blüm Lügner genannt und Wagenknecht mit „Herr, wirf Hirn vom Himmel“ beschrieen. Wenige Minuten danach stiess man mit einem gediegenen Grauburgunder an und lächelte sich freundschaftlich an, besprach im Plauderton die nächsten gemeinsamen Mittagessen. Als ich Backstage Metzger weiterbeleidigen wollte, konnte er es nicht einordnenfand er das sogar noch lustig; kurz, die einzige echte Emotion in der Runde war die Angst von Frau Illner, zu lange zu überziehen. Alles andere, vor allem von Metzger und Blüm, war spontaner Emoschaum. Ein Schauspiel für’s Volk. Scheinkonfrontation. Politiker sollten Medienstuntmen genannt werden, vielleicht ist es das Bewusstsein, dass politische Lösungen sowieso hinter den Kulissen zurechtgekungelt werden müssen, die solche Blüten hervorbringen. Talkshows haben eher die Funktion eines emotionalen Charakterbeweises, schliesslich möchte man auf der nächsten Mitgliederversammlung gewählt werden, und das geht besser, wenn die Parteipeople einen schon in Talkshows haben ausrasten sehen.

Der mit Abstand professionellste in der Runde: Maschmeyer. Er liess vorher von jedem Teilnehmer Meinungsprofile anlegen, antizipierte daraus Thesen und bereitete so seine Gegenthesen vor. Dass er nicht so recht zum Zuge kam, lag daran, dass er – bei allen Vorwürfen, die man einem Versicherungsvermittler machen kann – sich nicht auf die Schreivogelebene begeben wollte.

Blüm hat bei mir den grossen Pluspunkt, dass er Rudi Carell mal einen Eimer Wasser über den Kopf gekippt hat. Er hat den monolithschen Minuspunkt mit goldenen Bommeln dran, dass er 16 Jahre Kohl überhaupt erst ermöglicht hat. Blüm ist hinter den Kulissen sympathisch und zugänglich, lebt aber in seiner eigenen Welt. Immerhin sagte er auf meine Nachfrage sofort zu, BildBlog medial helfen zu wollen.

Würde Sahra Wagenknecht nicht aussehen wie meine Lektorin, dann hätte ich vermutlich Angst vor ihr gehabt. Gerade weil sie distanziert, aber äusserst höflich ist. Kommunistin kann aber natürlich nicht mehr ernsthaft sein, wenn man schon mal ausserhalb von Nordkorea gewohnt hat.

Die ver.di-Erwerbslose trägt das schwere Schicksal mit sich herum, in mir auszulösen, sie beschimpfen zu wollen. Obwohl sie es nicht einmal verdient hat, vor allem, weil die unvorbereitete Konfrontation mit solchen Showpolitikern nicht leicht spontan zu verkraften ist. Ich konnte mir gerade noch verkneifen, sie „Profiarbeitslose“ zu nennen, das wäre auch gemein. Aber ihr meckeriger, anschuldigender Ton ist bei egal welchem Inhalt so schwer verdaulich wie ein kinderkopfgrosser Klumpen aus einem Steinmehl-Heizöl-Gemisch.

Oswald Metzger ist Politikerdarsteller mit Leib und Leib. Seele hab‘ ich nicht entdecken können. Kann natürlich auch mein Fehler sein, ich aber Freund der Konsistenz vor und hinter der Kamera, da war er das stärkstmögliche Gegenteil davon. Positiv anzurechnen ist ihm, dass er meine Seitehiebe und späteren Beschimpfungen in der Halböffentlichkeit des Backstageraums locker weggesteckt hat; auf der anderen Seite deutet das auch auf komplette Beratungsresistenz hin.

Maybrit Illner ist ebenfalls professionell, allerdings einer Schreihalsrunde nur bedingt gewachsen, weil sie mit intelligenten Stichen die Menschen aus der Reserve locken möchte („Daran erinnern wir uns doch beide, Herr Blüm?“). Funktioniert aber nicht, wenn drei Leute gleichzeitig schreien.

Ich selbst hätte gern mehr zur Sache gesagt, aber eine dreiviertel Stunde für acht Personen (inkl. Moderation und Experte) plus zwei, drei Aussenaufnahmen – da ist klar, dass man als temporärer D-Promi maximal drei Minuten netto bekommt.

Immerhin: die Quote war mit 20,7% (knapp über 3 Mio Zuschauer) die beste seit langer, langer Zeit, der Schnitt der Sendung liegt bei 14%. Da nicht auszuschliessen ist, dass auch hier das Frisurenmarketing eine Rolle spielt oder es zumindest so scheint und ich nach der Sendung ordentlich bei der Redaktion herumgeschleimt habe, ist nicht ausgeschlossen, dass ich nochmal eingeladen werde. Hin gehe ich aber nur, wenn weniger als zwei Politiker da sind.

spreeblick.com: Social-Bookmarking-Aktion

Das nenne ich Social Bookmarketing.

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