Indiskretion Ehrensache: Pressemitteilungen, wie ich sie liebe

Hm, hm, hier wird aber harsch von schräg oben herab geurteilt. Immerhin hat jemand den zweiten Gag gefunden, das von Herrn Bush erfundene „missunterschätzt“.

Ob das Müll ist oder nicht, wird sich zeigen, ich lasse es gern drauf ankommen. Ich möchte aber anmerken, dass meiner Meinung die Gesellschaft – insbesondere der irgendwie publizistisch aktive Teil, Blogger, Journalisten, Werber usw. – sich selbst viel zu ernst nimmt, andere Menschen aber oft nicht ernst genug.

Wenn man das nicht gut findet, reicht es nicht, das anderen zu sagen, sondern beginnt halt bei sich selbst.

Der implizite Vorwurf übrigens, der in „Pressemitteilung ist Müll“ steckt, fehlerhafte oder mangelhafte Vermarktung eigener Projekt, wurde mir bis jetzt sehr selten gemacht. Das nur nebenbei.

wirres.net: empfehlungsschreiben

Das Zitat von Felicitas Heyne ist übrigens eigentlich doppelt über Bande von mir, weil es in diesem Buch da steht, weil Felix es mir gesagt hat. Sollte ich Felix testemonieren, sagte ich, dass ich gern in mehr Kontexten mit Felix in einem Atemzug genannt werden würde.

spreeblick.com: Dot-Cube

Ich finde das übrigens alles ganz super. Vor allem, wie dünn ich als Pixelversion aussehe.

Was ich mir noch nicht so ganz erklären kann, ist, weshalb das nicht eines von diesen neumodischen Blogs ist, wo die Pixelstrips veröffentlicht werden, sondern das auf viele Arten und Weisen überaus hässliche myspace und auf der überflashten Homepage – was ich als erklärter “Freund von Flash an der richtigen Stelle” sage.

stefan-niggemeier.de: grosser murks

Hensel, Hensel, Jana Hensel, das sagt mir etwas, Moment, Jana Hensel, jana türlich! Es handelt sich dabei um die Frau, die Kathrin Passig vorwarf, ihr Gewinnertext beim Bachmannpreis wäre ja nur ausgedacht.

wirres.net: die readers edition sucht 20 millionen fotografen

So, ich werfe jetzt einen Stein direkt aus unserem eh schon defekten Glashaus namens Riesenmaschine auf die Readers Edition, vor allem, weil es gerade total en vogue ist, auf denen herumzuhacken.

Bildrechte im Internet sind kein kommerzielles, sondern ein gesellschaftliches Problem. Und zwar leider ein so vielschichtiges, dass sogar Globalpauschalisierern wie beispielsweise mir keine Rundumglücklich-Lösung einfällt. Kreativitätsförderung gut und schön und richtig, aber hat nicht jeder einen Fotografen in seinem Bekanntenkreis, der gerne mit seiner Arbeit seine Miete zahlen würde?

Und wo hört beispielsweise eine kostenfreie Privatnutzung auf und fängt kommerzielle Nutzung an? Bei einem Amazon-Link auf der eigenen Internetseite? Bei mehr als 345 Euro Einnahmen? Bei 345 Euro Gewinn?

Creative Commons kann da nur ein Teil der Lösung sein, denn die Rechtsverbindlichkeit und Sanktionsmassnahmen sind, wenn es zu Konfrontationen kommt, in Deutschland noch gerichtlich kaum bestimmt. Sogar multinationale Konzerne können (Aussage eines Justiziariatsangehörigen eines grossen Deutschen Telekonzerns) unter Umständen so etwas Ähnliches wie eine nichtkommerzielle Nutzung geltend machen, wenn zum Beispiel die Verwendung keinem direkten oder indirekten Geschäftszweck dient, was immer das heissen mag.

Ich möchte den schwarzen Peter also weg von der Readers Edition hin zum gesellschaftlichen Regulativ „Politik“ schieben, auch wenn er erwartungsgemäss dort erstmal ca. 8 Jahre liegen bleibt. Das Kernproblem sehe ich eher darin, dass jeder 13jährige seine Eltern für 3 Generationen verschulden kann mit zwei Klicks. Und an 246. Stelle der Problemliste kommt dann auch, dass mittelkleine, ambitionierte Unternehmen wie die Riesenmaschine oder die Readers Edition ebenso wie die weitaus meisten Blogs grössere Schwierigkeiten im Bereich Bildverwendung haben. Dass man mit diesen Schwierigkeiten total bescheuert (Readers Edition, Riesenmaschine früher) oder nur halbbescheuert (Riesenmaschine heute) umgehen kann, ist eine andere Frage.

stefan-niggemeier.de: Heute schon Zugangsdaten mitgeschnitten?

Hurra! Da habe ich ja massig Angriffsmaterial, wenn ich heute abend zu einer Podiumsdiskussion in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin auf den Chefredakteur von sueddeutsche.de, Herrn Jakobs, treffe (auf MainzerMediendisput klicken, ist nicht deeplinkfähig).

Es wird ganz toll, weil

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