wirres.net: kein nazivergleich

Nein!

wirres.net: schlichtheit

Ansonsten bliebe vielleicht hinzuzufügen: das vorgestellte Tool könnte gut sein oder auch nicht, das wird sich noch in der täglichen Informationskriegsführung zeigen. Wahrscheinlich benutze ich es drei mal und dann nie wieder, trotz aller Simplizität.

Der einführende Text mit dem 500-Funktionen-Lamento gehört allerdings zum lahmsten und kulturpessimistischsten, was ich je von Felix gelesen habe und ist falsch noch dazu in meinen Augen. Aber der Mut danebenzuhauen ist auch eine Tugend, das meine ich ganz ernst.

wirres.net: schlichtheit

Toll, hier kann man noch mit einem iPhone angeben. Dann mache ich das auch mal: ich habe zwei iPhones.

wirres.net: das dümmste notebook der welt

Ich hatte mir überlegt, dass ich anlässlich dieses Themas ebenfalls einen ganz langen Text schreibe, also einen so richtig langen Text, in dem ich dann auch nochmal meine eigene, hochinteressante (für mich) Meinung zu allen Details in allen Details kundtue. Dazu sind Kommentare schliesslich da, dass man in epischer Breite auch eine prosaische Tiefe und lyrische Dichte praktisch verbal auswalzen kann und man so in Kontakt, Kommunikation und Kontroversität mit den anderen Mitkommentatoren gerät. Ich halte diese Kommunikation – und also und erst recht auch meinen Kommentar, also diesen hier jetzt – für eine der wichtigste neunzehn Säulen unserer westlichen Zivilisation (nicht als Gegensatz zur östlichen gemeint).

Ich werde dann jetzt also zu dem von schon viele anderen Personen angesprochenen Thema meine Sichtweise einbringen und lasst es mich gleich vorweg sagen: sie ist anders. Sie ist so anders. Sie ist auf noch ganz andere Art anders als Ihr glaubt, dass anders sei. Übrigens geht mir das oft so, dass ich sehe, hey, ich bin anders anders als Andere, zum Beispiel André. Aber ich komme vom Hauptthema ab, das sollte nicht passieren, denn eine der 19 Säulen der westlichen Zivilisation, die nebenbei gesagt für mich auch und gerade aus den, wie sagt man so schön, neuen Errungenschaften besteht, ist auch die Fokussierung auf ein Thema. Ein bisschen Abschwiff ist natürlich trotzdem immer in Ordnung, schon allein, weil übermässige Konsistenz den Menschen zu perfekt erscheint und schliesslich zu kommunikativer Reaktanz führt (ich benutze ganz gerne Fremdworte, die ich in alten PM-Magazinen finde); es ist ja zum Beispiel so, dass Horowitz, der bekannte Pianist, sogar absichtlich Fehler in seine Klaviervorträge eingebaut hat, damit sie nicht zu gespenstisch maschinell perfekt erscheinen, was ja unter uns bemerkt auch eine doppelt um die Ecke gedachte subkutane Subtilität mit grosser Eigenlobkomponente beinhaltet.

Zu dem von den meisten angesprochenen Punkt, dem ursprünglichen Thema, komme ich gleich, vielleicht sollte ich vorher klarstellen, in welcher zugleich beneidenswerten und bemitleidenswerten Position ich mich derzeit befinden, zwar schuldlos, aber doch befinde. Ich bin gewissermassen über nur zwei Ecken sehr eng, aber etwas entfernter bekannt mit einem absoluten Insider und benutze darüber hinaus die Sachen seit vielen, und ich meine hier vielen, Monaten. Teilweise sogar Jahren (Internetjahren). Das macht mich zu einem gleichzeitigen Mitinsider und aber auch zu jemandem, der von aussen auf die ganze Angelegenheit draufschaut, mit Blick für die Distanz, aus der Perspektive des grossen Blickwinkels, so als Bild für das gesamte Bild, das big picture, wie ich bei meinem USA-Aufenthalt 1993 gelernt habe, wie ich ja generell die allermeisten Sachen aus dem letzten Jahrtausend tatsächlich erst im letzten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts erlernt, erfahren, nein, erlebt habe. Mein Bild des zweiten Jahrtausends ist also, und das sollte man, wenn man meine Kommentare liest, stets beachten, um nicht interpretativ auf die falsche Fährte gelockt zu werden, deutlich von den 90er Jahren gefärbt – nicht überraschend, aber doch wichtig, um mich zu verstehen, und davon gehe ich mal aus, dass Menschen, die meinen Kommentar hier textanalytisch in Angriff nehmen, das möchte jedenfalls hoffen, sich eben diesem in der Absicht nähern, dass sie verstehen, was ich meine. Sonst könnte man sich das alles ja schenken, wo kämen wir hin, wenn jeder nur outputorientiert vor sich hin kommentierte, ohne zu lesen, was links und rechts so vor sich geht, obwohl ich inzwischen der Meinung bin, dass das traurigerweise doch auch schon mal ab und an hier und da diesen und jenen passiert, dass sie quasi, wie drücke ich es möglichst unbeleidigend aus, dass sie totalen Quatsch posten, der mit nichts etwas zu tun hat ausser der eigenen Profilneurose und ich kann Euch sagen, dass ist etwas Schlimmes (neue Rechtschreibung? Wird das jetzt gross geschrieben? O tempora, o mores, nach der „Schlechtschreibreform“, die mir meine ganzen liebgewordenen Fehlerkonzepte über den Haufen geworfen hat, ist ja nun auch noch das Rauchverbot, ich meine, das sind doch schon singapureske Polizeitstaatsverhältnisse).

Abseits von dieser extrem egozentrischen Herangehensweise an Kommentare, an publizierte Texte generell, sehe ich gerade in der Möglichkeite der Kommentare ein wichtiges Instrument zur Basisdemokratisierung der Gesellschaft, zur Bildung einer funktionierenden Neuen Bürgerschicht und ja, ich schreibe Neuen hier absichtlich gross, weil ich glaube, dass gerade Kommentare einen wichtigen Teil, wenn nicht DEN wichtigen Teil des gesellschaftlichen Engagements ausmachen, das ja sooft gefordert wird, auch von der Politik, die dann aber nicht dort nachsieht, wo das längst Alltag ist.

Wie etwa hier, in meinem Kommentar, der die – und das gebe ich offen zu – Diskussion anheizen, anfackeln, anglühen, anfeuern soll; und das mit nichts weiter als meiner – zugegeben etwas arg kontroversen und ganz anders andersartigen – Meinung. Ich hoffe, das ist mir gelungen, denn soeben verliere ich die Lust und schicke diesen Kommentar dann auch einfach ab, ohne nochmal drüberzulesen, eine alte, liebgewordene Angewohnheit von mir, die einiges leichter macht, vielleicht nicht unbeding für Euch, aber doch für mich, und das ist letztlich in meinem Universum – wir alle sind ja qua Wesenheit zur egozentrischen Subjektivität verdammt, besonders ich übrigens – das mit Abstand Wichtigste (gross? Hm.).

wirres.net: das dümmste notebook der welt

Also ich würde für Dünnsein sehr wohl 2.000 Euro ausgeben und werde es auch tun. Ethernet gibt’s einen USB-Adapter für. Festplatten gehen auch mit USB. Alle anderen Argumente lasse ich nicht gelten, weil ich so ein komischer Diskutant bin.

wirres.net: das dümmste notebook der welt

Oh nein, schniefelus, geh‘ nicht, ich bitte Dich, wir brauchen Dich und Deine präzisen Analysen, Deine lapidaren Feststellungen, Deine fantastischen Kommentare! Bleib, im Namen aller Kommentatoren von ix, ich bitte Dich, bleib!

wirres.net: 10 steile Thesen zur Zukunft des Internets

Uff, Guertler, jetzt kommen Sie mal von dem Ritt auf der eigenen Aufgeregtheit wieder herunter. Ich erkläre jetzt noch mal, was ich schon mal erklärt habe, nämlich dass diese Thesen nicht so zur Veröffentlichung bestimmt waren. Sondern als Vortrag, mit meinen Worten, den zu jedem Punkt vorhandenen Bildern und eben auch dem Text.

Jetzt zu plärren, dass man es nicht versteht oder es doof sei, ist, als würde man nur die Tonspur eines Films anhören und dann sagen, „bääh, das ist ja ganz unverständlich“.

Der Satz, den ihre Tochter gelernt hat, heisst übrigens „Man KANN nicht nicht kommunizieren“ und wenn Sie entweder so genau wären, wie Sie tun oder dabei gewesen wären, hätten Sie bemerkt, dass der Unterschied relevant ist. Jetzt können Sie gerne Ihre Mäuse weitermelken.

wirres.net: 10 steile Thesen zur Zukunft des Internets

Schwanken Sie weiter. Es handelt sich um einen Vortrag, der ohne mein gesprochenes Wort nur sehr eingeschränkt funktioniert, mit dann aber schon. Ich hatte ix auch gebeten, das nicht so zu veröffentlichen, aber das scheint untergegangen zu sein.

Dieser Aufbau hat den Grund, dass man eben nicht das Gleiche nochmal sagen sollte, was schon hinter einem an der Leinwand steht. Wenn man aber das Geschriebene leicht wortspielig ankryptet, so dass die Leute lesen und nicht alles, sondern nur einen Teil verstehen, kann sich mit der dazugehörigen verbalen Erklärung ein plötzlicher Verständniseffekt ergeben.

wirres.net: hausbesuch

Ja, sorry, ich wollte mein Kommentarlog bekannt machen. Kommt nicht wieder vor.

wirres.net: hausbesuch

Nee, Sie sind Titelwurst. Ganz im Ernst, wie kann man seinen käsigen Titel in einem belanglosen Blogkommentar in die Namenszeile schreiben? Braucht man dafür Erektionsstörungen, ein pariaartig niedriges Selbstbewusstsein oder letzte Woche gekündigt worden zu sein?

Angetrieben von WordPress mit dem Hiperminimalist Theme von Borja Fernandez.
Auch im Angebot: Kommentar und Kommentar-Kommentar RSS-Abos. Hoffentlich valides XHTML und CSS.